Willkommen in der Zukunft
The best offroad drive in the world
Winner ofpowered by Müller Landmaschinen · Müller Engineering
„Meine Vision war es, einen Antrieb zu entwickeln, der – ohne Einfluss des Fahrers – jedes Rad sowohl beim Beschleunigen als auch beim Bremsen einzeln in Drehzahl und Drehmoment steuern kann. So lässt sich jedes Rad unabhängig von den unterschiedlichen Reibungskoeffizienten zwischen Reifen und Fahrbahnfläche antreiben oder verzögern.“
Von der Idee zur Innovation
Zwei Entwickler, ein Antrieb
Software- und technische Weiterentwicklung.
Voll automatisierte Drehzahl- und Drehmomentregelung jedes Rades, ohne Differenziale und ohne Fahrereingriff.
Der Line-Traction-Antrieb wurde von der Müller Landmaschinen GmbH und Müller Engineering entwickelt und über zwei Jahrzehnte hinweg kontinuierlich optimiert. 2015 erfolgte die weltweite Patentierung des Systems.
Sind Sie bereit?
Der Erfolg mit Aebi zeigt: Unsere Antriebstechnologie ist flexibel einsetzbar und bereit für neue Fahrzeugkonzepte. Statten auch Sie Ihre Fahrzeuge mit dem Line-Traction-Antrieb aus und bringen Sie mehr Effizienz & Innovation auf den Markt.
Line Traction
Alle Informationen rund um den Antrieb
Das Line-Traction-Antriebssystem ist ein fundamental neuer Allradantrieb, der durch höchst effiziente Einzelrad-Drehzahlregelung in jeder Fahrsituation das volle Traktionspotenzial ausnutzen kann. Jedes Rad eines Fahrzeugs folgt einer eigenen Ablauflinie, die durch den aktuellen Lenkwinkel definiert wird. Diese Ablauflinie ist unabhängig vom Untergrund und beschreibt die jeweilige Bewegungsrichtung des Rades.
Durch die kontinuierliche Erfassung der Lenkwinkel und unter Berücksichtigung der Fahrzeuggeometrie werden die Ablauflinien in Echtzeit berechnet. Zusammen mit der vom Fahrer vorgegebenen Geschwindigkeit ergeben sich daraus Solldrehzahlen für jedes Rad, die dem Line-Traction-System als Eingangsparameter für die Regelung der Raddrehzahlen dienen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrzeugen, die über Längs- und/oder Querdifferenziale verfügen, basiert die Line-Traction-Technik auf starren Wellen. Alle Differenziale und Sperrmechanismen entfallen vollständig – das bedeutet: Jede zur Achse führende Welle rotiert mit identischer Drehzahl.
Der Wegfall der Differenziale, Sperren oder Kupplungen bildet zusammen eine radikale Vereinfachung des bisherigen Antriebssystems.
Das Line-Traction-Getriebe ähnelt äußerlich einem herkömmlichen Planetengetriebe, unterscheidet sich jedoch im Inneren grundlegend. Bei klassischen Planetengetrieben ist das Hohlrad fest mit dem Gelenkstück verbunden. Im Line-Traction-System wird es dagegen hydraulisch fixiert. Dies geschieht über einen internen Hydraulikkreislauf, der nur dann Öl zirkulieren lässt, wenn sich das Hohlrad verdrehen soll.
Ist das Hohlrad vollständig fixiert, fließt kein Öl. Die Sperrung wird durch ein softwaregesteuertes Proportionalventil geregelt. In diesem Zustand verhält sich das Line-Traction-Getriebe wie ein konventionelles Planetengetriebe mit fester Übersetzung.
Beim Durchfahren einer Kurve wird das Proportionalventil gezielt geöffnet, sodass Öl innerhalb des Systems zirkuliert. Dadurch wird das Hohlrad kontrolliert freigegeben, was – bedingt durch die Getriebegeometrie – zu einer Drehzahlüberlagerung führt. Infolgedessen verlangsamt sich der Planetenträger, an dem das jeweilige Rad befestigt ist. Über die Erfassung der Raddrehzahlen kann ein Regelkreis geschlossen werden, um jede Raddrehzahl individuell zu steuern.
Das kurvenäußerste Rad wird im Line-Traction-System als „Master“ bezeichnet. Bei diesem Rad bleibt das Hohlrad stets vollständig fixiert – das zugehörige Proportionalventil ist vollständig geschlossen. Bei den übrigen Rädern, die in der Kurve mit reduzierter Drehzahl laufen sollen, werden die Proportionalventile so weit geöffnet, bis die jeweilige Zieldrehzahl erreicht ist.
Quod erat demonstrandum
Stolz blicken wir auf zehn Jahre Teamwork zurück: Über zehn Jahre hinweg wurde dieser Antrieb intensiv durch unseren Forschungspartner KIT / Mobima begleitet und wissenschaftlich untersucht.
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Innovativer Kern
Die Weiterentwicklung von Antriebssystemen wird zunehmend durch die Limitierungen klassischer Differenzialtechnik gebremst. Mechanische Sperren, selbstsperrende Differenziale oder Allradkupplungen verhindern zwar das Durchdrehen einzelner Räder. Gleichzeitig verursachen sie jedoch Verspannungen im Antriebsstrang, erhöhen den Reifenverschleiß und schädigen die Grasnarbe. Besonders in Hanglagen oder bei wechselnden Untergrundbedingungen stößt diese Technik schnell an ihre Grenzen.
Die Bedienung der Differenzialsperren verlangt zudem hohe Aufmerksamkeit vom Fahrer und führt bei langen Arbeitseinsätzen zu Ermüdung und Produktivitätseinbußen.
Um diese Schwächen zu überwinden, wurde das Line-Traction-System entwickelt. Es kombiniert maximale Traktionseffizienz mit einer deutlichen Entlastung des Bedieners. Kernstück des Systems sind die steuerbaren Superpositionsgetriebe in den Endantrieben, welche sämtliche Differenziale und Sperrmechanismen ersetzen. Die Lenkwinkel werden kontinuierlich erfasst, und die daraus resultierenden Ablauflinien in Echtzeit berechnet und mit der vom Fahrer vorgegebenen Geschwindigkeit kombiniert. Daraus ergeben sich Solldrehzahlen für jedes einzelne Rad, die softwaregestützt präzise umgesetzt werden.
Damit ist erstmals eine vollständige Einzelrad-Drehzahlregelung in allen Fahr- und Arbeitssituationen realisiert.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Planeten-Endantrieben wird im Line-Traction-Endantrieb das Hohlrad hydraulisch fixiert. Über ein Proportionalventil wird die Drehzahl vom Hohlrad softwaregesteuert eingeregelt, wodurch eine gezielte Drehzahlüberlagerung erfolgt. Das kurvenäußere Rad fungiert als Masterrad, während die übrigen Räder ihre Drehzahlen über die Software exakt an die vorgegebene Ablauflinie anpassen. Damit entfallen manuelle Eingriffe in die Differenzialsperren vollständig.
Das volle Traktionspotenzial steht in jeder Situation zur Verfügung. Bis zu 100 Prozent der Antriebskraft können unabhängig von Lenkwinkel und Untergrund auf ein einzelnes Rad übertragen werden.
Abscheren der Grasnarbe durch durchdrehende Räder wird vermieden. Weniger Ballastierung und Einsatz in noch anspruchsvollerem Gelände bei geringeren Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit.
Das System arbeitet vollautomatisch. Der Fahrer kann sich voll auf die Arbeit konzentrieren.
Differenzialsperren müssen nicht mehr bedient werden; manuelle Eingriffe entfallen vollständig.
Sämtliche Differenziale, Sperrmechanismen und Kupplungen entfallen.
Das agile Fahrverhalten vereinfacht Wendemanöver und spart Zeit. Größere Arbeitsbreiten steigern die Flächenleistung und senken Kosten und Dieselverbrauch.
Mit dem Line-Traction-System wird eine neue Dimension der Traktionstechnologie eröffnet. Es verbindet mechanische Robustheit mit digitaler Regelintelligenz, steigert Produktivität und Bodenschonung gleichermaßen und erschließt Einsatzmöglichkeiten in Geländebedingungen, die bisher als nicht befahrbar galten. Damit definiert Line Traction den Stand der Technik im landwirtschaftlichen Fahrzeugantrieb neu.
Line Traction
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